Wann liegt eine fallweise Beschäftigung vor?

Fallweise beschäftigt sind Dienstnehmer, die 

  •  in unregelmäßiger Folge, kürzer als 1 Woche zu vorher nicht bestimmten Terminen tageweise beim selben Dienstgeber beschäftigt werden.

Typische Merkmale für eine fallweise Beschäftigung sind:

  • die Aufnahme der Tätigkeiten in unregelmäßiger Folge,
  • keine tatsächlich erfolgenden regelmäßigen Arbeitseinsätze und
  • Ablehnung der einzelnen Diensteinsätze ohne das daraus für den Dienstnehmer negative Folgen entstehen.

Keine fallweise Beschäftigung liegt vor, wenn der Dienstnehmer

  • zusammenhängend 1 Woche oder länger beschäftigt wird oder
  • regelmäßig an bestimmten wiederkehrenden Tagen eingesetzt wird.

Auch fallweise beschäftigte Dienstnehmer müssen vor Arbeitsantritt angemeldet werden. Für diese Dienstnehmergruppe gibt es ein eigenes Meldeformular das in ELDA integriert ist. (Mindestangabenanmeldung für fallweise Beschäftigte) Wird die bereits gemeldete Beschäftigung doch nicht aufgenommen, muss dieser Tag wieder storniert werden.


Geringfügig beschäftigte Dienstnehmer 

Als geringfügig beschäftigter Dienstnehmer gelten Personen die:

  • kürzer als 1 Monat beschäftigt werden und pro Arbeitstag max. € 31,92 erhalten oder
    wenn diese für mindestens 1 Kalendermonat oder auf unbestimmte Zeit beschäftigt werden und pro Kalendermonat max. € 415,72 erhalten.

Diese Dienstnehmer sind vor Arbeitsantritt bei der Gebietskrankenkasse anzumelden und sind nur unfallversichert. Es besteht die Möglichkeit, dass sie, sofern sie nicht bei einem anderen Dienstgeber versichert oder bei einem Angehörigen mitversichert sind, sich freiwillig in der Kranken- und Pensionsversicherung selbst zu versichern (Monatlicher Beitrag beträgt € 58,68)

Anfallende Kosten für den Dienstgeber:

  • 1,30% Unfallversicherung und 1,53% Mitarbeitervorsorgebeiträge von der Bruttolohnsumme aller geringfügigen Entgelte.
  • Übersteigt die Bruttolohnsumme aller geringfügig Beschäftigten, die Eineinhalbfache Geringfügigkeitsgrenze (€ 623,58) dann ist zusätzlich die pauschale Dienstgeberabgabe von 16,40% zu entrichten.
  • Bei der Beschäftigung von mehreren Dienstnehmern im Betrieb und bei Überschreitung der Freigrenze von € 1.460,– fallen noch zusätzlich Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag an.

 Achtung: Geringfügig Beschäftigte sind arbeitsrechtlich Teilzeitbeschäftigte, die Anspruch haben auf:

  • den kollektivvertraglichen Mindestlohn
  • Sonderzahlungen
  • Urlaub 
  • Pflegefreistellung 
  • Entgeltfortzahlung im Krankenstand usw.